ICONS | ASANA – Stream of Consciousness. Janine Schneider

Ein Tanzstück für vier Tänzerinnen, einen live-Sprecher und ein Spoken Word-Zuspielband
Idee und Umsetzung: Janine Schneider

Den Text Icons | Asana schrieb ich 1995 am Stück und wie im Diktat.
In deutscher Sprache verfasst, agiert er über die Länge von ca. einer Stunde (vorgelesen) in fast hypnotischer Stringenz. Wir bereisen entlegene Orte, werden in traumartige Zustände versetzt und treffen auf lange vergessene Wesen, machen Bekanntschaft mit verschüttetem Wissen ums eigene Selbst.
Auszüge des Kontinuums kamen bereits mehrfach zum Einsatz, etwa in Verbindung mit Tanz, mit verteilten Rollen durchbrochen und überlagert gesprochen, oder auch nur zeilenweise eingearbeitet in meinen Bildern.

Das klangliche Feld – ein Kanon der Zufälle dient der Performance als Soundtrack bzw. erscheint parallel zum Geschehen auf der Bühne. Wieviele da tanzen, wird erst entschieden. Gedacht ist an eine rituelle Ortsbegehung in einem Innenraum, Text und Bewegung in gegenseitiger Durchdringung, in der auch die Stille und das Nichts eine große Rolle spielen.
Der choreographische, für ca. sieben Protagonisten identische Down-Tempo – Ablauf bietet dem Zuschauer unendliche Möglichkeiten, das Gehörte zu bebildern. Alleine im Tanz entstehen durch leichte Unregelmäßigkeit und Versetztheit untereinander immer wieder hochinteressante Situationen. Diese muss der Zuschauer selbst entdecken, was gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist, wird doch das selbstständige Denken ganz massiv vom Aufmerksamkeitsdefizit angegriffen.

von und mit: May Ament, Detlef Günther, Eva-Martina Günther, Raoul Konezni, Waldeburg Pauels, Janine Schneider, Michael Turnbull
Ton: Thorsten Hoppe


Samstag, 27. und Sonntag, 28. November 2021
Beginn 19 Uhr
Nachbarschaftsheim Schöneberg
Holsteinische Straße 30
12161 Berlin


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