PROJECT ARCHIVE 20-20. Yolanda Gutiérrez

Meine Arbeit umfasst einen Zeitraum, indem sich die Videoformate ständig verändert haben. Heute ist das Archivieren von Videodokumentation extrem einfach, aber viele meiner Videoformate sind nicht mit der heutigen Technik vergleichbar. Geblieben sind hunderte von Aufnahmen, die ich noch nicht veröffentlicht habe, besonders aus den Anfangs Jahren, in denen ich mich intensiv mit Video befasst habe.


Meine künstlerische Arbeit erstreckt sich nun über 20 Jahre. Im Jahr 1999 fing ich an in den Off-Theatern der Stadt meine Arbeit zu zeigen. Ab 2010 präsentiere ich regelmäßig meine Arbeiten in der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel. Ich habe dort bisher 18 große und kleine Projekte realisiert und mindestens 10 weitere in den Jahren davor. Zurzeit bin ich international unterwegs mit einem Projekt URBAN BODIES PROJECT, welches im öffentlichen Raum stattfindet und sich mit der kolonialen Vergangenheit der jeweiligen Städte, wo das Projekt stattfindet, auseinandersetzt. Im nächsten Jahr findet die vierte Version davon in Mexiko statt.


Wenn ich zurückblicke betrachte ich dabei verschiedene Phasen in meiner Arbeit. Ich möchte mir nun gerne die Zeit nehmen diese Projekte digital zu archivieren, die in verschiedenen Videoformaten von besonders in den Jahren von 1999 bis 2014 dokumentiert wurden. Ich habe nicht nur eine Ansammlung von Videodokumentationen, sondern auch von Requisiten, Kostümen und Programmheften. Bei den Kostümen und Requisiten würde ich sie gerne professionell aufbewahren auch in digitaler Form, ein richtiges Inventar machen. Insgesamt möchte ich eine angemessene Dokumentation und Archivierung erstellen, besonders weil ich im letzten Jahr an Brustkrebs erkrankte und dabei erkannte, dass meine Arbeit verloren gehen kann, da ich mir bisher die Zeit nicht genommen habe um diese professionell zu archivieren. Einige meiner Videodokumentationen benötigen eine Überarbeitung der Videos, bei anderen sogar einen richtigen guten Schnitt. Außerdem möchte ich meinem Projekt URBAN BODIES PROJECT eine digitale und eigene professionelle Plattform geben, da es sich in den letzten drei Jahren als eine hochaktuelle Thematik in der Politik und Gesellschaft herauskristallisiert hat.

Foto: Munium Photography

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